![]() |
Marian fliegt um die WeltMerida (MMMD) - Havanna (MUHA) - Merida (MMMD) |
1.06.2002 8:00 Leg: 804nm 4h17m Trip: 22553nm 8d19h51m
| Voriger Abschnitt: | ||
| Nächster Abschnitt: |
Das Vorbild dieser Dassault Falcon 50 (
Modell) ist
die erste produzierte Maschine dieses Typs, sie flog am 7.Nov.1976 zum ersten Mal. Getauft
wurde sie auf Spirit of Lindbergh und ihr Rumpf gehört heute dem Conservatoire de l'Air et de l'Espace d'Aquitaine (CAEA).
Näheres zu dieser Maschine ist auf der Website der CAEA zu lesen. Die Registration F-CAEA
ist eine Anspielung auf die Abkürzung der Organisation, aber auch ein kleiner Scherz,
denn das "C" der Registration steht in Frankreich für Segelflugzeuge.
Was macht dieses Flugzeug hier in Mexico? Es wartet darauf, mich auf meinem Flug um die
Welt auf einen zweiten Besuch in Cuba mitzunehmen, denn ich habe die Default-Szenerie der
Zuckerinsel aufgestockt und möchte mal nachsehen, was das ausmacht (
Szenerie). Also steigen wir ein:
Ich nehme im Cockpit Platz und lasse die drei Garrett TFE 731-3 Turbinen an. Ich rolle zum Start, gebe Vollgas und ein paar Minuten später bin ich auf 15.000ft, steigend zur Reiseflughöhe von 32.000ft, nach Osten unterwegs. Ein paar Knöpfe mehr, aber ansonsten alles kein Problem. Es bleibt ausreichend Zeit, sich im wundervollen virtuellen Cockpit dieses Flugzeugs umzusehen.
Weiter oben beginnt die Falcon einen schönen Kondensstreifen über den blauen Himmel zu ziehen. Ich fliege Schlangenlinien um ihn zu beobachten.
Über der Yucatan-Straße nehme ich die Gelegenheit wahr, nach hinten in die Kabine zu gehen und auf den bequemen Ledersesseln Platz und einen Cocktail zu nehmen. Wer fliegt? Der Autopilot natürlich.
Beim Anflug auf Jose Marti International (MUHA) unterschätze ich als Stoppelhopser erwartungsgemäß den Weg und die Zeit, die dieser Jet braucht um aus 32.000ft auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren und muss einmal in einem weiten Bogen ausholen. Das gibt mir aber Gelegenheit nochmal hinten aus einem Fenster zu schauen. Die stark gepfeilten Tragflächen der Falcon stammen von der Mirage ab und das letzte Fenster liegt etwa auf Höhe der halben Flügeltiefe. Deshalb muss man ein bisschen nach hinten schielen um einen Blick auf die Flügelspitze zu ergattern.
Die Stadt am Boden ist Artemisia, sie fehlt in der Default-Szenerie und ist daher ein erster Hinweis auf Toni Agramonts Erweiterung für Kuba.
Den ILS-Anflug auf Landebahn 6 in MUHA lasse ich fast vollständig vom Autopiloten fliegen. So kann ich das wunderbare Modell auch noch einmal von außen bewundern. Außerdem kann man auf den Bildern erkennen, daß der Flughafen jetzt auch in FS2k2 etwas mehr mit der Realität von Jose Marti zu tun hat als das Modell von Microsoft, man vergleiche dazu mein Photo vom ersten Besuch.
Nach einem kurzen Aufenthalt starte ich zum Rückflug nach Mexico. Ich werde auf 1.200ft Meereshöhe und 140kts bleiben und Havanna überfliegen.
Ich habe Starterlaubnis und stehe bereits auf die Startbahn gerollt, als ich den Controller einem anderen Flug Landeerlaubnis auf Rwy 6 erteilen höre. Ich schaue mich nochmal um, stelle fest, daß das hier wirklich die einzige Bahn mit der Nummer 6 ist, und beeile mich Platz zu machen. Gerade rechtzeitig, wie man auf dem nächsten Bild erkennen kann. Scheinbar muß die Flugsicherung hier noch üben, schon bei meinem letzten Besuch hatte ich hier eine Begegnung der dritten Art.
Ich fliege tief und langsam östlich am Stadzentrum über den Hafen, dann den Malecón entlang und weiter an der Küste nach Westen. Unter den modellierten Sehenswürdigkeiten von Havanna finden sich unter anderem das Castillo de Morro, das Capitolio Nacional, das Nacional de Cuba Hotel, die Plaza de la Revolución und das Jose Marti Denkmal.
Nach dem Vorbeiflug steige ich für den Rückflug wieder auf 32.000ft.
Unterwegs spiele ich unvorsichtigerweise ein bisschen mit den feiner modellierten Systemen dieses Flugzeugs. Ich schaffe es dabei auf dem Overhead-Panel einen Schalter umzulegen, den ich für eine Attrappe gehalten habe. Welch ein Irrtum, denn wenig später geht Triebwerk #1 aus und ich bekomme es erst nach einiger hektischer Blätterei in den technischen Unterlagen wieder an.
Puh, nochmal gut gegangen. Finger weg von Knöpfen, von denen man nichts versteht!
Das folgende Bild zeigt eine Panne in der Modellierung der Kondensstreifen in FS2k2: Man kann erkennen, daß die Kondensstreifen nicht direkt in der Längsachse des Flugzeugs liegen. Das liegt daran, daß sie einfach in Relation zum Boden feststehen anstatt mit der umgebenden Luft verblasen zu werden. In dieser Situation herrschte nur leichter Seitenwind, wie mag das aussehen wenn es ordentlich pustet?
Den Anflug auf Manuel Crescencio Rejon in Merida (MMMD) muss ich manuell fliegen, es gibt hier kein ILS. Ich lege ihn wirklich weiträumig an, und komme auch ganz gut zurecht. Die Landegeschwindigkeit von 135kts unterscheidet sich zwar deutlich von den 75kts in der Cessna, und insbesondere in der letzten Phase erscheint die Landebahn dann doch sehr klein und sie kommt dabei auch sehr schnell auf mich zu. Das Flugzeug reagiert aber wunderbar und ich habe in der Cessna schon unangenehmere Landungen verbrochen als in diesem Oldtimer.
Angekommen und direkt vor dem Hauptgebäude geparkt. Der Mann in blau winkt immer noch fleißig. Ich lasse die Treppe hinunter, und steige aus diesem wunderbaren Flugzeug aus. Vielleicht leihe ich es mir auf anderen längeren Abschnitten meiner Weltumrundung wieder einmal aus.
| Nächster Abschnitt: |
E-Mail: marian@marian-aldenhoevel.de