Marian fliegt um die Welt

Miami Florida (KMIA) - Havanna Jose Marti (MUHA)

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27.02.2002 14:00 Leg: 208nm 3h30m Trip: 6273nm 2d8h33m

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Heute verlasse ich die USA und mache mich auf den Weg über die wohl berühmtesten 90 Meilen der Geschichte nach Kuba. Der eingebaute Flugplaner erzeugt folgende Route:

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Davon nehme ich Abstand und stattdessen lieber einen kürzeren Weg über die Florida Keys. Ich komme zwar auf einen Abstand von über 100nm, schließe aber nicht aus, daß es irgendwo ein engeres Stück gibt, oder daß JFK eine andere Meile gemeint hat.

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Der Start in Miami mit Ausblick auf die inzwischen vertrauten automatisch erzeugten Gebäude. Das runde Gebäude der Omni International Mall ist allerdings ein spezielles Modell.

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Über den westlichen Florida Keys stoße ich auf ein merkwürdiges Phänomen: Eine mit roten Anti-Kollisionslichtern ausgestatte Leine, die sich weit über meine Flughöhe von 3000ft erstreckt. Ich steige bis auf über 13.000ft, was meiner Skylane mit den vollen Tanks einige Mühe bereitet, und finde am oberen Ende einen Ballon.

Offenbar ist er Teil des Tethered Aerostat Radar System und dient der Überwachung des Flugverkehrs im "Drogenkrieg" der USA.

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Im Hintergrund ist das Ende des Archipels der Florida Keys schon zu erkennen, an dieser Stelle drehe ich ab und überquere ein Stück des Golfes von Mexiko auf dem Weg nach Havanna.

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Der vorerst letzte Blick auf Territorium der USA. Der große Flughafen ist die Marinebasis Key West (KNQX). Bei diesen Bildern bekomme ich große Lust irgendwo in der Karibik ein wenig Inselhopping zu betreiben.

Bei ILS-Anflug auf Rwy 6 in Jose Marti erlebe ich dann noch ein gruseliges Abenteuer. Auf dem Parallel-Abschnitt meines Anflugs höre ich, wie der Tower eine MD-83 auf dem Boden anweist, auf meine Landung zu warten. Während des Endanflugs wird eine zweite MD-83 im Anflug dazu aufgefordert, mir zu folgen und nach mir zu landen.

Natürlich sind etwas über 80kts zu wenig für so eine Maschine. Aber mich deshalb im Endanflug in Rufweite zu überholen ist ein Rezept für eine Katastrophe!

Ob dies im Ernstfall nun die Schuld des Controllers wäre, der einen Mittelstrecken-Jet so nah hinter einer Einmotorigen einordnet, oder ob die Crew der MD-83 schuld wäre, weil sie mich trotz Hinweis übersehen hat, kann ich nicht sagen. Für mich und meine Cessna wäre es aber wohl das Ende der Weltumkreisung gewesen...

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Baff vor Schreck nehme ich nicht ganz rechtzeitig meine Kamera vom Kopilotensitz um ein Beweisfoto zu machen, deshalb ist der Übeltäter auf dem Bild schon wieder ein ganzes Stück weiter weg aber immer noch viel viel zu nah. Was passiert wäre, wenn ich nicht gerade ein wenig unter dem Gleitpfad gewesen wäre, daran mag ich gar nicht denken.

Ich fange mich recht schnell wieder, Turbulenzen von vorausfliegenden Flugzeugen werden in MSFS2002 nicht modelliert, also kann ich meinen Anflug bequem fortsetzen. Erst als der Drängler bereits gelandet ist fällt dem Controller auf, daß die Reihenfolge irgendwie durcheinander geraten sein muss, und er fordert mich zum go-around auf. Ich folge brav und lande dann doch sicher.

Die MD-83 steht auf dem Rollfeld, mal sehen ob ich ihren Kapitän irgendwo finde..

 

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