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Marian fliegt um die WeltDulles Intl (KIAD) - New Orleans (KMSY) |
25.02.2002 7:00 Leg: 859nm 6h37m Trip: 5335nm 1d21h14m
| Voriger Abschnitt: | Newark NJ (KEWR) - Dulles Intl (KIAD) | |
| Nächster Abschnitt: | New Orleans (KMSY) - Patrick AFB (KCOF) |
Mein Flug in den Süden beginnt am frühen Morgen auf dem Flughafen in Dulles. Ich habe beide Tanks randvoll gemacht und mein Flugplaner sagt, ich hätte einen zwar langen aber nicht zu langen Flug vor mir. Das Wetter in Dulles ist keines, das zum Fliegen einlädt:
Wie schon in Halifax pfeife ich drauf, das Wetter in New Orleans ist klar, sonnig und warm, was soll ich mich hier im Trüben lange aufhalten? Also starte ich und steige auf 12.000ft. Und richtig, schon wenig später reißen die Wolken auf und die Sonne scheint. Sie wird das bis zu meiner Landung in New Orleans Intl tun.
Wer gut aufgepasst hat, merkt an den ersten beiden Bildern von diesem Abschnitt eine Plan-Änderung, die sich in Dulles ergeben hat. Statt einer Cessna 182RG fliege ich jetzt die "normale" 182S Skylane. Sie unterscheidet sich im richtigen Leben in zwei Dingen von der -RG. Sie wird noch gebaut und sie hat ein starres Fahrwerk.
Im Microsoft Flightsimulator zählt der erste Unterschied nicht, und das Fahrwerk ist auch hier starr. Außerdem hat das Flugzeug blaue Sitze. Wäre ich noch länger in dem roten Kunstlederalptraum unterwegs gewesen hätte ich wahrscheinlich noch vor dem Äquator einen Blutrausch bekommen. Außerdem, und das ist noch interessanter, hat sie ein "virtuelles Cockpit". Das bedeutet, daß anders wie zum Beispiel in diesem Bild, das Instrumenten-Panel kein zweidimensionals Stück Grafik ist, sondern ein eigenes 3D-Modell.
So kann statt der zehn festen Ansichten (Acht Himmelsrichtungen sowie nach oben und nach unten) der Blick in jede Richtung schweifen und dabei zum Teil sogar die Instrumente weiter überwachen. Nur die gewohnte Mausbedienung funktioniert hier nicht, dafür muss man entweder die Tastenkürzel kennen oder zum normalen 2D-Panel zurückschalten.
So zeigt das Bild oben also den Blick nach rechts vorne. Die Primärinstrumente sind nur noch zum Teil zu sehen, dafür das Steuerhorn des Copiloten, der kleine Magnetkompass und die Radios.
Hier schaue ich links aus meinem Fenster nach unten. Die Verkleidung des Hauptfahrwerks, die Türverkleidung (welch Fortschritt gegenüber dem roten Wahnsinn! Aber ich wiederhole mich) und die Strebe sind im Bild. 12.000ft weiter unten auf dem Boden liegt der internationale Flughafen von Atlanta, Georgia (KATL). Heimat von Coca-Cola und Delta Airlines.
Und aus derselben Höhe die Innenstadt von Atlanta, ich habe mir nicht die Mühe gemacht hinunterzusinken, ich will heute noch weit kommen.
Der erste Blick auf den Golf von Mexico. Ungefähr gleichzeitig gehen diese netten Lämpchen an:
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Wieder mal sind die Tanks fast leer. Ich habe aber noch 70nm bis New Orleans zu fliegen! Das GPS zeigt mir, daß von hier aus bis KMSY alle paar Meilen ein für mich brauchbares Rollfeld zu finden ist. Ich bin 12.000ft hoch, also beschließe ich, es darauf ankommen zu lassen, irgendwann werde ich Landungen ohne Maschine auch einmal üben müssen...
Aber es geht gut. Ich komme nicht nur mit Kraft auf die Piste sondern sogar ohne zu schieben bis zu meinem Parkplatz in New Orleans. Leer sind die Tanks aber wirklich, links und rechts sind noch je eine Gallone zusammenzukratzen. Auf dem Zeigerinstrument ist aber schon wirklich die große Leere ausgebrochen.

Ob ich stärkere Gegenwinde gehabt habe als erwartet, der Flightplanner Unsinn gerechnet hat, oder ob ich zu verschwenderisch geflogen bin weiß ich nicht.
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E-Mail: marian@marian-aldenhoevel.de