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Marian fliegt um die WeltNorderney (EDKB)-London City Airport (EGLC) |
18.02.2002 13:00 Leg: 317nm 2h40m Trip: 493nm 4h10m
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Gut ausgeschlafen im ruhigen Norderney mache ich mich auf die Suche nach der Tankstelle. In Norderney gibt es - wenigstens in FS2002 - keine. Anstatt nun einfach mit den Mitteln, die einem Simulatorflieger glücklicherweise zur Verfügung stehen, die Tanks vollzuzaubern lasse ich mir einen Flugplan nach London City (EDWY) erstellen. Der Vorschlag führt mich an der holländischen Kanalküste entlang, über den Flughafen Shipol (wieder ein Großflughafen auf dem ich den Verkehr stören werde, siehe auch hier) und die Themsemündung hinauf nach London.
Der Treibstoff in meinen Tragflächen wird dafür bei weitem reichen, schließlich bin ich randvoll in Hangelar gestartet. Also liefere ich diesen Flugplan für IFR auf 10.000ft ab und mache mich auf den Weg.
Unterhalb von 2000ft erlebe ich dieselbe Holperei wie gestern beim Anflug, darüber ist es aber recht gemütlich außer in der Nähe der verteilten Schäfchenwolken in denen es immer wieder schwache Turbulenzen gibt.
Ich lerne mit Hilfe des GPS in den Seitenwind hineinzuhalten um dorthin zu kommen wohin ich möchte. Irgendwo über Holland verpasse ich eine Funkansprache und offenbar auch alle folgenden Aufforderungen mich zu melden und mein IFR-Plan wird gecancelt. Im Simulator überhaupt kein Problem, verfolge ich doch einfach meinen Plan weiter, das Wetter ist gut genug und ich halte eben die Augen offen.
Beim Anflug auf EGLC beginnt unterhalb von 3000ft wieder die Schüttelei, inzwischen komme ich damit einigermaßen gut klar, wie das wäre wenn mein Sitz wirklich wackeln würde, weiß ich aber nicht.
In London zeigt sich die Stärke der "autogen scenery", mit der FS2002 regelbasiert die Gegend mit Bäumen und mehr oder weniger passenden Bauwerken verziert ohne daß jedes einzeln von einem Scenery-Designer plaziert werden müsste. Kenner der Londoner Ansicht werden die Stadt sicher nicht wiedererkennen aber im Großen und Ganzen ist der Eindruck überzeugend:
Links etwas flussaufwärts der Themse ist das große Sperrwerk zu erkennen, andere "echte" Londoner Gebäude sind hier noch nicht zu unterscheiden. Vielleicht werde ich beim Abflug etwas mehr Sightseeing unternehmen.
Was auf dem Bild auch sehr gut zu erkennen ist, ist eine Spezialität von EGLC, die in Zusammenarbeit mit dem von "künstlicher Intelligenz" gesteuerten Luft-Verkehr fast zu einem jähen Ende meines Ausflugs geführt hätte: Die Startbahn 29, auf die ich mich hier (mehr oder weniger) im Anflug befinde, ist zugleich Taxiway. Es gibt keine Möglichkeit an den Beginn von 29 zu kommen außer auf der Startbahn selber. Das erklärt sich aus den engen Platzverhältnissen, schließlich liegt dieser Platz mitten in der Stadt.
Nun habe ich als dieses Bild entstand bereits volle Landererlaubnis, war #1 im Anflug und hätte mich auf einem Tower-kontrollierten Flugplatz eigentlich recht sicher fühlen können. Dummerweise hat dieser Tower keinen Grund, nicht bereits andere Maschinen zum Start abzufertigen und sie dazu an den Beginn der Startbahn freizugeben. Dieser Verkehr kommt dem landenden Verkehr nun auf der Bahn aber direkt entgegen! Man kann nur hoffen, daß das im wirklichen Leben nicht so gehandhabt wird.
Für mich bedeutet das nach dem Aufsetzen und Anbremsen einen heftigen Schlenker in die Wiese um einer entgegenkommenden Einmotorigen auszuweichen. Da es sich hier wohl nicht um einen einmaligen Controller-Fehler sondern etwas systematisches handelt, hätte ein Go-Around aber vermutlich nicht viel gebracht.
Gerollt nach Gate 1, abgestellt und einen Stadbummel auf dem Boden gemacht. Ob ich eine 24h-Pause vom Pubschluss bis zum Abheben morgen garantieren kann, weiß ich noch nicht.
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E-Mail: marian@marian-aldenhoevel.de