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Marian fliegt um die WeltBonn-Hangelar (EDKB) - Norderney (EDWY) |
17.02.2002 17:00 Leg: 176nm 1h30m Trip: 176nm 1h30m
| Nächster Abschnitt: | Norderney (EDKB)-London City Airport (EGLC) |
An einem wunderschönen klaren Wintertag steige ich in Bonn-Hangelar in eine nagelneue Cessna 182RG Skylane, starte den Motor, hebe von der Startbahn 29 ab und beginne einen Steigflug der mich auf die vom FS2002 Flight-Planner vorgeschlagenen 5500ft bringen soll.
Ein höchst simpler GPS-bestimmter Kurs von 003° bringt mich kurz nach dem Abheben in einer Höhe von 3000ft direkt über den Flughafen Köln-Bonn Konrad Adenauer (EDDK). In der Realität sicher kein Kurs, den ein einfacher VFR-Flieger wie ich so ohne Kommentar und Freigabe nehmen wird:
So viel Schnee wie in diesem Bild liegt zwar im wirklichen Leben nicht, aber trotzdem ein feiner Ausblick.
Der Rest des Flugs verläuft weitgehend ereignislos, sieht man einmal von der unerwarteten Tatsache ab, daß es doch recht schnell dunkel wird. Bisher habe ich selbst mit den kleinen Maschinen in FS2002 eigentlich nur auf Großflughäfen mit vollständiger Ausstattung an ILS, VASI und allem drum und dran geübt. Bei Tag. Und erstklassigem Wetter mit Windstille.
Umso interessanter ist meine Ankunft über EDWY auf Norderney. Ich habe trotz GPS ziemliche Probleme den Platz überhaupt zu identifizieren und zu allem Übel herrscht ein Wind mit Böen von ca. 5 Knoten. Weil ich das im Flugsimulator noch nicht erlebt habe, meine ich zuerst es wäre etwas kaputt, komme dann aber recht schnell hinter die wahre Ursache und bereue meine Entscheidung einfach loszufliegen und nicht wenigstens bis morgen früh zu warten oder die Uhr auf heute morgen zurückzudrehen.
Runter kommen sie alle, oder wie eine der FS2002-Fluglektionen sagt "takeoffs are optional, landings are mandatory". Ich versuche es einmal wie geübt, mit langem Anflug, trimmen auf 800ft/min Sinken und das Flugzeug "sich selbst landen lassen". Recht schnell merke ich, daß das nichts werden kann und drehe noch eine Runde.
Beim zweiten Versuch nehme ich den Knüppel fest in die Hand, und bringe die Maschine recht wackelig aber in einem Stück auf die Piste. Dort merke ich, daß man in der Nacht auf diesem Platz auch nicht erkennen kann, wo man parken soll und rolle zu einer Baumgruppe wo ich meine Maschine abstelle. Wahrscheinlich müsste ich im richtigen Leben den Schlafsack unter der Tragfläche ausrollen, so verlassen wirkt die Szenerie:
So weit meine Abreise auf dem Weg um die Welt.
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E-Mail: marian@marian-aldenhoevel.de